Ernährung Bad Zwischenahn: Koch-Show mit Spitzenkandidat
Bad Zwischenahn[1] Was steckt eigentlich im vegetarischen Schnitzel? Das fand Bernd Althusmann, CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Niedersachsen, in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung der Rügenwalder Mühle in Bad Zwischenahn heraus. Gemeinsam mit den Bundestagsabgeordneten Stephan Albani und Barbara Woltmann und dem Landtagsabgeordneten Jens Nacke besuchte Althusmann das Unternehmen.
Hannes Timmermann[2], Wirtschaftsingenieur für Lebensmitteltechnik, demonstrierte in der Versuchsküche, wie unter anderem aus Weizeneiweiß, Öl, Eiklar und Gewürzen eine Masse entsteht, die – paniert und fritiert – als vegetarisches Schnitzel in den Handel kommt. Ein bisschen wie Kuchen backen sei die Arbeit in der Versuchsküche, so Timmermann, wenn auch mit neuen und innovativen Zutaten. Das Ergebnis der Koch-Show schmeckte dem Kandidat und seinen Begleitern durchaus.
Grund für den Besuch von Althusmann war unter anderem der Streit um die Kennzeichnung vegetarischer und veganer Lebensmittel mit Bezeichnungen wie „Wurst“ oder „Schnitzel“. Auch wenn Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU[3]) in der Politik die treibende Kraft für ein Verbot solcher Bezeichnungen ist, gibt es auch in der niedersächsischen CDU[4] Befürworter eines Verbots der Bezeichnung von fleischlosen Produkten mit Namen, die allgemein eher mit Fleischprodukten in Verbindung gebracht werden.
Geschäftsführer Godo Röben und Christian Rauffus[5], Gesellschafter und Aufsichtsratsvorsitzender, erläuterten den Gästen die Entwicklung des Unternehmens in jüngster Zeit und die Hintergründe für die Entscheidung, immer stärker auf fleischlose Produkte zu setzen.
Und an diesem Trend, so Röben, arbeiten nicht nur Familienunternehmen, längst seien auch Branchenriesen und internationale Technologieunternehmen wie Google auf das Thema aufgesprungen. Angesichts einer steigenden Weltbevölkerung und damit steigender Nachfrage nach Fleisch, die auf der begrenzten Fläche kaum zu befriedigen sei, werde die Suche nach Alternativen immer wichtiger, ergänzte Rauffus.
Seine Sorge sei, so Röben, dass innovative Unternehmen wie Rügenwalder durch Regelungen wie bei den Bezeichnungen ins Hintertreffen gerieten. Das könne ein Land wie Niedersachsen, in dem die Ernährungswirtschaft eine so große Rolle spiele, nicht wollen.
Er wolle das Thema möglichst ideologiefrei angehen, sagte Althusmann. Rügenwalder befriedige mit fleischlosen Produkten einen Wunsch der Verbraucher. „Das heißt nicht, dass wir in Zukunft nur noch vegetarisch produzieren sollten“, so der CDU-Spitzenkandidat. Was die Bezeichnung angehe, gelte für ihn: „Der Verbraucher muss klar erkennen müssen, dass er ein vegetarische Produkt kauft, das reicht.“
Quelle:
www.nwzonline.deFußnoten:
- ^ Bad Zwischenahn (www.nwzonline.de)
- ^ Hannes Timmermann (www.nwzonline.de)
- ^ CSU (www.nwzonline.de)
- ^ CDU (www.nwzonline.de)
- ^ Christian Rauffus (www.nwzonline.de)
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