Mehr bewegen, gesünder leben: Tipps und Informationen rund um Sport und Ernährung

Die Zahl ist alarmierend: Nur elf Prozent der Deutschen leben in allen Bereichen gesund. Das ist das ernüchternde Ergebnis des letzten Gesundheitsreports der Deutschen Krankenversicherung (DKV) aus dem vergangenen Jahr. Bereits zum vierten Mal beauftragte die Kasse das Meinungsforschungsunternehmen GfK damit, 2.800 erwachsene Bürger zu Gesundheitsfaktoren zu befragen. Dazu zählten Aktivität, Ernährung und Stressempfinden. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Ingo Froböse und Dr. Birgit Sperlich von der Deutschen Sporthochschule in Köln, brachte die Studie viele Belege für den ungesunden Lebenswandel der Deutschen zutage.

Zu viel und zu lange sitzen

Vor allem die Angaben zur allgemeinen körperlichen Aktivität der aktuellen DKV-Studie lassen aufhorchen: Sie sank gegenüber den Jahren 2010, 2012 und 2014 noch weiter. Demnach sitzen die Menschen in Deutschland zu viel – vor allem, jedoch längst nicht nur, auf der Arbeit. Im Durchschnitt gaben Schreibtischarbeiter an, täglich elf Stunden im Sitzen zu verbringen. Nur 45 Prozent der Befragten erfüllten hingegen die Mindestaktivitätsempfehlung der Weltgesundheitsorganisation von 150 Minuten Bewegung pro Woche. Offenbar hat der Wille zur körperlichen Aktivität auch etwas mit dem Bildungsstand zu tun: So gaben 47 Prozent der Befragten mit Hauptschulabschluss an, in ihrer Freizeit überhaupt nicht körperlich aktiv zu sein – der schlechteste Wert.

NRW ist Schlusslicht

Im Vergleich der Bundesländer erhielt Mecklenburg-Vorpommern im Gesundheitsreport 2016 die Krone: Im Nordosten leben laut der Studie die gesündesten Deutschen. Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen landeten dagegen auf den letzten Plätzen.

Vorschau: Inneren Schweinehund überwinden

Eines zeigt die Auswertung des DKV Gesundheitsreports ganz deutlich: Für viele von uns muss sich etwas ändern. Den meisten ist dies durchaus bewusst, doch der „innere Schweinehund“ ist stärker. Aufgrund dessen wird gleich in der morgigen Folge erklärt, wie man sich selber zu mehr Bewegung motivieren kann: der Grundstock für ein gesünderes Leben.

Fitness-Studio, Laufen, Trainingsplan

Wenn der innere Schweinehund besiegt ist und Fakten geschaffen werden sollen, stehen viele neue Fragen im Raum. Wer etwa ein Fitness-Studio sucht, kann aus einer Flut von Angeboten wählen. Doch welches ist für wen geeignet? Und worauf sollten sowohl Neulinge als auch langjährige Studiomitglieder beim Training achten? Antworten hierzu gibt es im Rahmen dieser Serie. Ebenso stehen Laufanfänger am Anfang oft ratlos da. Zum einen ist die Wahl der richtigen Schuhe immens wichtig bei der Ausübung des neuen Hobbys. Zum anderen sollten es Neu-Jogger langsam angehen lassen. Überforderung bringt Muskelkater, Frust und schlimmstenfalls eine Verletzung ein.

Vielfältige Themenauswahl

Über all dies wird „Fit im Rheinland“ in den nächsten Folgen informieren. Doch diese Serie lenkt das Augenmerk nicht nur auf Sport und Fitness, sondern auch auf Gesundheitsthemen. So behandelt beispielsweise eine Folge die Frage, worauf bei den sogenannten „Igel“-Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen zu achten ist. Denn manche dieser aus privater Tasche zu zahlenden Gesundheitsdienste sind nicht nur nutzlos, sondern sogar schädlich für den Körper. Das gilt ebenso für unnötige Medikamente, die wir Deutschen pfundweise schlucken. Alleine die Verschreibung von Herz-Kreislauf-Präparaten hat seit dem Jahr 2000 um nahezu unglaubliche 80 Prozent zugenommen. Generell sind viele Medikamente, die gegen „Wohlstandsleiden“ verschrieben werden, durch ein Mehr an Bewegung komplett ersetzbar.

Stress meiden

Doch nicht nur Ernährung und Bewegung beeinflussen unsere Fitness. Selbst Stress kann sich ganzheitlich negativ auswirken. Oft scheint sich eine angespannte Situation im Alltag an die nächste zu reihen und zwischendurch bleibt keine Zeit, um neue Energie zu tanken. Wir fühlen uns überfordert, sind innerlich unruhig und reagieren gereizt auf unsere Umwelt. Wie kann dieser Kreislauf durchbrochen werden und wieder Ruhe einkehren? Auch hierzu wird „Fit im Rheinland“ in den nächsten Wochen die passenden Antworten liefern.

Quelle:

www.ksta.de

Kommentare

Beliebte Posts